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:: fangen wir vorne an ::

es begann alles schon recht merkwürdig im dezember 1994, als sich stefan und m. in hildesheim 'kennenlernten': m. war dort mit marc und einer freundin namens judith auf einem konzert der »cranes«, im »vier linden«. judith traf im publikum jemanden wieder, mit dem sie sich auf irgendeiner party etwa ein jahr zuvor mal unterhalten hatte — und der hieß stefan.

sie unterhielt sich kurz mit ihm und stellte ihm noch kürzer m. vor. daraus entstand allerdings noch kein gespräch. als »cranes« dann später ihren auftritt beginnen wollten, fanden sich stefan und m. beide vor der bühne wieder — und obwohl keiner vom anderen überhaupt wußte, ob er irgendein instrument spielt, fragte stefan, ob sie nicht mal gemeinsam musik machen wollten. m. bejahte diese anfrage spontan — und beendete damit auch gleich die unterhaltung, denn die band begann zu spielen. während des konzerts verloren sie sich aus den augen — und eigentlich müßte die geschichet der /'angstalt/ hier schon beendet sein. aber daß dem nicht so war, beweißt ja alleine schon diese homepage...

unabhängig voneinander waren beide nämlich sehr begeistert vom »cranes«-gig, und beide beschlossen, zwei wochen später auch noch nach hamburg zu fahren, um die band dort noch einmal zu sehen. wie zufällig trafen sie dort also wieder aufeinander und beschlossen diesmal, die adressen auszutauschen. bei diesem konzert lernte m. auch stefans zwillingsbruder norman kennen, welcher ebenso an gemeinsamen musikalischen aktionen interessiert war. es kam auch zum ersten gespräch über das, was den dreien so vorschwebte und welche musikalische vergangenheit jeder hatte: alle drei hatten schon einige jahre erfahrung in verschiedenen formationen gesammelt (m. war über fünf jahre sänger und gitarrist einer seesener band, und stefan und norman spielten lange zeit bass/keyboard bzw. schlagzeug in instrumental-gruppen im raum sarstedt).

nach einigen telefonaten fand am 3. märz 1995 die erste gemeinsame 'probe' statt, an der zusätzlich rettich, ein guter freund von m., teilnahm. dieses erste, völlig spontane jammen verlief so erfolgreich, daß m.'s bemerkung, »also von mir aus können wir gleich eine band gründen,« sofort die tat folgte! vorerst noch ohne namen, hatte sich die /'angstalt/ gegründet! die band suchte noch eine sängerin und fand nach kurzer zeit in m.'s schwester marina ihre stimme. marina verließ die band allerdings nach einigen wochen wieder, weil sie sich stilistisch anders orientieren wollte.

im dezember 1995 komplettierte alex dann schießlich das line-up als sänger und bassist: er und m. kannten sich noch aus der schule, seit der zweiten klasse, hatten sich allerdings etliche jahre nicht gesehen. eines herbsttages liefen sie sich plötzlich in seesen über den weg, kamen mitten auf einer straße ins quatschen — und bereits nach wenigen sätzend rehte sich das gespräch um musik. da alex die nötige experimentierfreudigkeit und faszination für dieses projekt aufbrachte, bei dem niemand so recht wußte, was am ende herauskommen würde, war man von nun an zu viert. diese besetzung der /'angstalt/ blieb bis in den sommer 2002 unverändert — mal abgesehen davon, daß eingangs erwähnter marc seit oktober 1996 einen festen platz als live-mischer und chef-techniker bei uns hat. man kann ihn durchaus als fünftes bandmitglied betrachten...
im oktober 1996 kam es zum ersten auftritt der /'angstalt/ im rahmen eines festivals, der reichlich aufsehen erregte (in positiver hinsicht), da unsere musik mit den zum teil skurrilen texten in deutscher sprache für die hörgewohnheiten des publikums offensichtlich eine kleine herausforderung darstellte... es folgten auftritte (u.a. mit 'sometree', 'brainpeaches', 'my tea dream' und 'daily milk') in verschiedenen kleinen clubs und jugendzentren, deren zulauf und resonanz in der regel sehr beachtlich war. das mag unter anderem daran liegen, daß wir - wenn es die umstände erlauben - recht detailfreudig an der gestaltung des veranstaltungsortes arbeiteten, um die atmosphärische komponente unserer musik zusätzlich zu unterstreichen. so kam es vor, daß wir den ganzen raum mit samt aushängen, die beleuchtung auf kerzenlicht reduzierten und mit film-projektionen arbeiteten.

nach etlichen konzerten haben wir im april 1997 in eigenregie als debut-album das tonband "ex." aufgenommen - mit geliehenem geräte und unter aufopferungsvoller mithilfe unseres live-mischers marc. "ex." vermittelt einen eindruck davon, wie facettenreich diese musik sein kann, die trotz ihrer hohen varianz immer eindeutig unsere stilistische handschrift trägt. wir veröffentlichten "ex." mit einem zusätzlichen booklet zum dritten geburtstag der /'angstalt/ im märz 1998, wo uns bereits zahlreiche vorbestellungen vorlagen.

seit juni 1998 steht "das blaue zimmer" (das ist diese homepage) im internet. die erste fassung erstellte mr.stefan, ein freund der /'angstalt/. m. betreut die seiten inzwischen seit einigen jahren selbst und hat immer wieder komplette re-writes ins netz gestellt. "das blaue zimmer" wurde mit wachsender bedeutung des internet zu einem zentralen veröffentlichungsmedium für das /'angstalt/-projekt.

bereits im juli 1999 beschließt die /'angstalt/, das mittlerweile vergriffene debut "ex." komplett zum kostenlosen download ins netz zustellen, anstatt eine zweite auflage davon herzustellen. das album gibt es zunächst bei mp3.com und riffage.com, wo das titelstück über nacht auf platz 3 der alternativ-charts klettert. auch mp3.de hostet einige stücke. bis november verzeichnen wir alleine dort über 1.000 downloads und sind fasziniert von den möglichkeiten, die uns das internet bietet.

im dezember 2000 veröffentlichen wir zum fünfjährigen bestehen des projekts die erste cd "[ha1b:2ehn]". sie enthält neben etlichen stücken von "ex." (das sich viele auf cd wünschten) auch einige live-mitschnitte und demoaufnahmen. auch diese veröffentlichung wird zum sammlerstück: nur 50 exemplare werden hergestellt. wir bemerken dabei zum ersten mal den verbreitenden effekt der online gestellten musik: uns erreichen mehrfach anfragen und bestellungen aus dem ausland, auch aus den usa (und wir entwickeln eine tiefe abneigung gegenüber banken, deren gebühren für auslandsüberweisungen nur noch von der lahmarschigkeit der transfers übertroffen werden).

:: stefan · rettich · norman · m. ::