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:: konzert-tagebuch ::

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7.11.1997

jugendzentrum goslar

im vorprogramm von 'daily milk'

zu diesem auftritt haben uns 'daily milk' sehr spontan eingeladen, und die idee, gleich zwei wochen nach diesem 'großen' ding in seesen als kontrast im vorprogramm einer bekannteren band zu spielen, gefiel uns. wir vermuteten allerdings natürlich auch schon im vorfeld, daß ein 'daily milk'-publikum wahrscheinlich schwierigkeiten mit uns haben würde... aber wir hätten ja z.b. ein programm aus unseren 'verdaulichsten' stücken zusammenstellen können. naja, ehlichgesagt schien uns das die langweiligere alternative zu sein, also suchten wir lieber die offene konfrontation. am anfang waren alle gut gelaunt - auch das publikum...

nach 'willkommen in der /'angstalt/', einem ziemlich 'psychischen' intro, kommen gnadenlos 'die zeitraffer', gefolgt von 'die frage', wo m. gleich eine saite reißt. durch den instrumentenwechsel wird das stück etwas länger... aber irgendwie nimmt danach überhaupt niemand mehr von uns diesen auftritt noch irgendwie ernst und wir haben teilweise schwierigkeiten, vor lauter lachen noch diese ernsten texte zu singen. während wir auf der bühne den spaß unseres lebens haben, verlassen nach und nach geschockte 'daily milk'-fans den saal, wogegen sich diejenigen, die eigens wegen uns gekommen waren, gleichwohl köstlich amüsieren (weil sie schließlich wissen, wie wir sonst klingen...). weil daniels gitarre ganz anders eingestellt ist, braten die zerr-sounds etwa doppelt so laut wie vorher. das sorgt nochmal für heiterkeit und weit aufgerissene augen im zuhörerraum...

als alex dann während des abschließenden 'in seinem namen' den ganzen text diktatorisch-böse und mir rollendem 'r' vor sich hin brüllt, ernten wir neben verhaltenem applaus hauptsächlich lautstarkes, gutartiges lachen von denen, die uns verstehen. fazit: das war ganz sicher keine musikalische glanzleistung - aber es war bestimmt der witzigste gig, den wir bis jetzt hatten! es hat einfach tierisch spaß gemacht, sich selbst nicht so ernst zu nehmen. aber man muß uns wohl gekannt haben, um mitlachen zu können... im prinzip haben 'daily milk' dann einen ähnlichen auftritt hingelegt, der zumindest in der zweiten hälfte sehr unterhaltsam-chaotisch ablief, als andi vom schlagzeug an die gitarre wechselte und gut 20 minuten lang damit wie ein berserker über die bretter fegte... wir haben von ihm schriftlich: 'die orange ist wie der südpol, nämlich ein fußball voller sünde.'