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:: konzert-tagebuch ::

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17.7.1998

haus der jugend, hildesheim

allein...

eine woche vor uns spielten hier 'sometree' und klagten über leere im publikumsbereich... aber das schockte uns gar nicht. und so kamen auch wir der bitte um eine öffentliche probe im hdj nach. aber was will man machen, wenn die hildesheimer zeitung uns als "groovebetonte beatmusik" anzukündigen weiß? ein umso größeres "dankeschön" an alle, die trotzdem gekommen sind (zum teil bis aus berlin!).

also gut, wir waren dort, um musik zu machen. die anwesenden durften gespannt sein... und wir hatten auch gleich einen gelungenen start: ohne intro oder sonstigen schnickschnack fingen wir einfach an, irgendwas zu spielen. so baute sich über mehrere minuten eine uns selbst überraschende improvisation auf, die auf ihrem höhepunkt im 'schweigegelübte' endete und ein etwa 20minütiges 'lautlossagen' ankündigte, gefolgt von 'schmetterlings traum' und 'pokrzywa'. überhaupt waren wir sehr experimentierfreudig - 'aus angst vor nähe' leiteten wir beispielsweise mit dem gedicht 'welch schreckliche stille' ein, das stefan mit voluminösen key-teppichen unterlegte.

wir spielten 'katharsis', 'er spricht:', 'in seinem namen', 'die frage', 'die zeitraffer', 'ex.'(für die leute an der bar...) und 'das blaue zimmer.', bevor wir zum showdown ansetzten: alex improvisiert im alleingang einen einstieg für 'sie Sucht' (und beschwert sich hinterher, daß der rest nicht mit eingestiegen ist...) - während des stückes wächst er vollkommen über sich hienaus - vielleicht ist deswegen die halterung aus seinem angeblich "absolut lösungssicheren gurtsystem" gerutscht... danach die premiere des abends:"hoffentlich nicht wieder so'n 'gothic'-ding..." betet marc ins publikum... (jaja, marc... sag bloß du mochtest 'von hier oben sieht alles ganz anders aus' nicht?!) zu seiner beruhigung kam dann e-musik: 'november' stellte sicherlich den höhepunkt des abends dar.

zum abschluß ertönten mit 'elend./lachnummer' und 'herbstwasser' nochmal ruhigere klänge und entließen die zuhörer nach fast zwei stunden wieder in die schnöde wirklichkeit... übrigens hat auch mr.stefan von marburg den weg nach hildesheim gefunden, um dieses konzert mitzufilmen. dabei entstand ein sehr kurzweiliges video - wir haben ihm auch schon einen titel verpaßt:"ihr müßt auch mal aufhören zu klatschen, sonst können wir nicht weiterspielen..."

live-mitschnitte

von diesem video stammen folgende audio-mitschnitte, die 2000 auf [ha1b:2ehn] veröffentlicht wurden: