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:: konzert-tagebuch ::

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19. oktober 2008

café atlantik, freiburg

als support für cranes
(leider ohne norman)

dieser bericht beginnt eigentlich zwei tage vor dem konzert, und nicht in freiburg, sondern in marburg, dem unheimlichen zentrum der welt. denn hier spielten cranes als headliner des vierten open music contest, an dessen organisation ich maßgeblich beteiligt war. zwei großartige performances von abzolut und elaine fanden hier vor leider kleinem publikum statt -- der asta hatte es versäumt, das konzert in den einschlägigen konzertkalendern anzukündigen; glücklicherweise füllte sich das trauma zum auftritt von cranes dennoch. es hatte schon etwas unwirkliches, diese legendäre band in diesem rahmen zu erleben, wenn man sie das letzte mal vor 11.000 leuten im berliner wulheide-stadion gesehen hat. konzertkalender cafe atlantik

aber im prinzip müßte man den bericht noch früher ansetzen. nämlich dort, wo unser gemeinsamer auftritt überhaupt zustande kam: im zuge der omc-vorbereitungen erwähnten cranes, daß sie noch auf der suche nach einem konzert am tag vor oder nach marburg sind. ich fragte u.a. unsere langjährige belgien-connection reglindis. tatsächlich fand sie einen interessierten booker, der mir ein angebot zur weitergabe an cranes unterbreitete. allerdings hatte reglindis meine anfrage wohl so verstanden, daß es um ein gemeinsames konzert von /'angstalt/ & cranes ginge. ich erklärte alison dieses kleine mißverständnis, sie fand die idee allerdings sogar gleich selbst sehr gut, nachdem sie sich musik von uns runtergeladen und angehört hatte. in belgien hatten sie just einen anderen vertrag akzeptiert, so daß alison uns anbot, stattdessen in freiburg mit ihnen aufzutreten. [reglindis, das war das beste mißverständnis ever ;-)]

während unserer konzertvorbereitungen stellte sich dann heraus, daß norman für den montag danach keinen urlaub bekommen würde. wir hatten dann ganze drei proben zeit, um rettich als schlagzeuger für ein 30minütiges set umzulernen. am samstag vor dem auftritt bestritten wir unsere generalprobe in marburg. tausend dank an sinew, die uns so unkompliziert ihren proberaum überlassen haben! thorsten, björn und susanne haben wir als publikum-darsteller eingeladen, damit wir uns schonmal etwas beobachtet fühlen. ein kurzweiliger abend, der später im quod libet mit einer omc-nachbesprechung endete.

der soundtrack für die fahrt nach freiburg bestand wesentlich aus dem neuen traumhaften cranes-album, und dem nicht minder traumhaften »there i go daydreamer« von mira. definitiv zwei scheiben, die in keiner sammlung fehlen dürfen. als wir am nachnmittag beim cafe atlantik erscheinen, sind cranes mit dem soundcheck beschäftigt. insgesamt vier stunden lang -- jim mischt die band auf dieser tour zum ersten mal live von der bühne, und er hat eine ziemlich exakte vorstellung davon, wie das gesamtergebnis zu klingen hat. wir wurden derweil vom atlantik kulinarisch umgarnt und können die großartige küche nur allerwärmstens weiterempfehlen. das team vor ort war auch wirklich angenehm und sorgte für perfekte arbeitsbedingungen. das gilt auch für den tontechniker, mit dem wir wohl den kurzesten soundcheck unserer geschichte über die bühne brachten (von wolfshagen vielleicht abgesehen, wo der soundcheck entfiel...), sowie einen der seltenen, mit dessen endergebnis wir selbst auch wirklich zufrieden waren.

und dann ging's los, mit einer etwas gekürzten fassung des instrumental-stücks »statt blumen«, das nahtlos in »das blaue zimmer.« überging. szenenapplaus, wir hatten es offenbar mit einem sehr aufmerksamen publikum zu tun. ich stellte uns als kara thrace & her special destiny aus caprica city vor und wünschte allen eine gute reise, bin mir aber bis heute unsicher, ob das irgendjemand verstanden hat (stefan und rettich eingeschlossen... ihr könnt ja mal forschen). es blieb harmonisch mit der ersten öffentlichen aufführung von »wie weich«, zu dem ihr sicher noch dahinschmelzen werdet, wenn es auf unserer nächsten veröffentlichung erscheint.

dann ließen wir den ersten schafbepelzten wolf auf die bühne, das erst wenige wochen alte »mundschein (ich blieb hinter dir lieben)«. das kratze ein bißchen den honig aus den ohren und trug wohl auch zur befreiung der reisegäste bei. uns bleib allerdings nur noch, mit »für eine handvoll zucker« den endspurt einzuläuten.

cranes & /'angstalt/ nach dem konzert nachdem wir die bühne verlassen hatten, wurden wir vom cranes-ensemble herzlich beglückwünscht. die band hatte sich aufmerksam unser ganzes set angeschaut, was uns selbstverständlich unbeschreiblich freute. jim faßte direkt im anschluß mit leuchtenden augen zusammen: »what a brilliant set! what a fucking brilliant set!« vor allem »zucker« hat ihm wohl bestens gefallen, ihn erinnerte das gitarren-geschredder am ende sogar an den ersten cranes-gitarristen mark. so geehrt lauschten wir einem wundervollen cranes-auftritt. einfach nur traumhaft...

der abend lief wie aus uns heraus, es herrschte von anfang an eine sehr angenehme atmosphäre im raum, cranes haben ein wirklich interessiertes publikum ins atlantik gezogen. eine unvergeßliche nacht, das würden wir jederzeit ohne zögern wieder tun!